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Erfindungen für Wassersportler

// August 23rd, 2009 // No Comments » // just for fun

Jedes Jahr erscheinen neue Erfindungen für Wassersportler

Ein 75 Kilogramm schwerer Mensch muss mit mindestens 72 Kilometer pro Stunde übers Wasser spurten, um nicht unter zu gehen. Leider hat selbst der Superstar Usain Bolt aus Jamaika in Berlin “nur” eine Höchstgeschwindigkeit von 44,72 Kilometer in der Stunde erreicht. Kurz gesagt, wir brauchen einen schwimmenden Untersatz! Da das Geschäft mit Kajaks, Surfbrettern und Wasserskier längst ausgereizt ist, bringt die Trendsport-Industrie jedes Jahr neue Fortbewegungsarten für die Freunde des Wassersports auf den Markt. Wie viele sich davon wirklich etablieren wird sich mit der Zeit zeigen aber als jemand vorgeschlagen hat, die 4 Räder des Rollschuhs hintereinander anstatt nebeneinander anzubringen, schüttelten auch einige Leute mit dem Kopft.

Aquaskipping – Wassersport für junge und Alte Hasen

Jesus ging übers Wasser, rund 2000 Jahre später können wir übers Wasser hüpfen. Nach 10 Jahren Tüftelarbeit stellte der Strömungsingenieur aus Schweden – Alexander Sahlin – Ende der neunziger Jahre sein Trampofoil vor. Mit reiner Muskelkraft wird das Sportgerät betrieben. Das Gefährt besteht zwei Tragflügeln, die miteinander verbunden sind. Der Auftrieb wird durch die Strömung über den großen hinteren Flügel erzeugt. durch das Hüpfen entsteht der Vortrieb. Über den vorderen Flügel wird gelenkt und funktioniert wie beim Fahrrad. Leider hat sich Sahlin getäuscht, als er sagte, dass die Entwicklung wie beim Windsurfen verlaufen wird.

Selbst nach zehn Jahren hat sich das Aquaskipping noch nicht als Massensport etabliert. Da die schwedische Erfindung leider in der Serienproduktion zu teuer war, haben US-Ingenieure das ganze in die Hand genommen. Der neu entwickelte Aquaskipper funktioniert nach dem gleichen Prinzip, ist aber günstiger und leichter. Letzteres kommt dem Sportler zu gute, wenn er zurück ans Ufer schwimmen muss. Leider hat es noch niemand geschafft aus dem Wasser zu starten. Wenn man den Dreh raus hat, dann kann man lautlos kleine Sportboote jagen.

Ein Anfängertutorial seht Ihr hier:

Skijaking – nicht so cool wie der Name

Das einzig coole an diesem Wasser Sport ist wohl nur der Name. Anfänger sollte Helm und Ganzkörperanzug tragen, bevor sie sich auf die “Skier” stellen. Mit einer speziellen Bindung werden die Füße an schmalen, langen Kajaks geschnallt und anstatt Skistöcker gibt es XXL-Doppelpaddel. Durch Belastung und Entlastung im Wechselspiel, verbunden mit dem Paddeleinsatz kommt man im Idealfall in Fahrt. Der Vorteil bei der rhythmischen Vorwärtsbewegung ist, dass man nicht nur die Koordination und den Gleichgewichtssinn stärkt, sondern auch jeden so kleinen Muskel. Der einzige Skijak-Anbieter in Europa sagte, dass man am nächsten Morgen Ganzkörpermuskelkater hat. Skijaking ist demnach nicht nur ein ideales Sommertraining für Biathleten. Anfänger sollten im seichten Gewässer üben, Fortgeschrittene können sich in Stromschnellen von Flüssen den Kick holen.

Leider habe ich kein Video zum Skijaking gefunden. Schade!

Stehpaddeln – nicht nur was für hawaiianische Surfleher

Einst waren es die Surflehrer auf Hawaii, die mit den Longboards aufs Meer paddelten um ihre Surfschüler im Auge zu behalten. Nun nach mehr als 40 Jahren ist das Beachboy-Surfen, besser gesagt Stand-Up-Paddling (SUP), auch auf deutschen Gewässern angekommen. Da selbst Fußballer wie Oliver Bierhoff und Jens Lehmann das Paddeln für sich entdeckt haben, steht es außer Frage dass es sich hier um eine Trendsportart handelt.

Surf-Ikonen wie Robbie Naish und Laird Hamilton haben das Stehpaddeln wieder zum Leben erweckt. Lag es vielleicht daran, dass die Beiden die langen, breiten SUP-Boards selbst verkaufen? Die Vorteile des kippligen Sports liegen auf der Hand, denn man braucht weder Wind, noch muss man auf die perfekte Welle warten. Es ist auch egal ob man auf der Nordsee, auf dem Main oder auf dem Badesee in der Nähe das Stand-Up-Paddeln betreibt. Die beiden Stehpaddler wollten das auch gleich unter Beweis stellen. Der erste World Cup fand dementsprechend nicht in Frankreich oder auf Hawaii statt, sondern in der Hamburger Hafencity, wo sie gegeneinander antraten.

Das Video zum ersten World Cup seht Ihr hier:

Wakesurfen – auf der endlosen Welle reiten

“Wakesurfen bringt das Meeresgefühl auf den heimischen See”, sagt einer, der es wissen muss. Einer der besten Windsurfer, Florian Jung, ist der neuen Wassersportart schon erlegen. Der Unterschied zum Wakeboarden ist, dass der Surfer nicht mit einem Seil verbunden ist, sondern die Heckweller des Bootes zum surfen nutzt. Dank der neuen Generation der Motorboote, die mit einem stärkeren Motor ausgerüstet wurden, ziehen die Boote eine große Heckwelle hinter sich her, auf der es möglich ist zu surfen. Durch ein ausgeklügeltes Ballastsystem kommt eine überraschend echt wirkende Welle zustande. Das Ballastsystem sind Wassertanks, die das Boot mit bis zu 2 Tonnen beschweren. Somit können Profis auf dem kleinsten Baggersee ihre Tricks machen. Kunststücke wie Backside Lipslide oder den 360 sind auf der Heckwelle möglich. Vorsicht ist bei der Wahl des Bootes geboten, denn nur Boote mit einer unterliegenden Schraube vermindern das Unfallrisiko. Boote mit Z-Antrieb oder Außenbordmotor können ein erhebliches Unfallrisiko sein.

Natürlich kommt jetzt das passende Video dazu:

Fazit:

Trendsport ist das was ihr draus macht, Skijaking hat jedenfalls kein Potenzial! Die anderen Sportarten sind definitiv ein Test wert und werden sich meiner Meinung auch noch in Jahren auf dem Markt halten können. Ich wünsche euch beim testen viel Spaß!